Die Idee hinter digi.reporter: Der Zauber einer digitalen Schülerzeitung

Als mein damals siebenjähriger Sohn aus der Grundschule kam und begeistert erzählte, dass es eine Schülerzeitungs-AG geben würde, war ich sofort Feuer und Flamme – schließlich hatte ich selbst als Kind für den Unterbacher Tintenklecks geschrieben. Das Projekt fiel dann leider aus, die Idee ließ mich aber nicht mehr los.

Wenige Wochen später bot ich der Schulleitung spontan an, die AG selbst zu übernehmen. Nach einer Schulung zur Medientrainerin entwickelte ich gemeinsam mit meiner Kollegin Katrin Überall ein Konzept für eine Schülerzeitungs-AG. Unser Ziel: Kinder zwischen 7 und 10 Jahren spielerisch an Medien, Journalismus und digitale Teilhabe heranzuführen, um sie vorzubereiten auf die digitale Welt, mit der sie unweigerlich in Berührung kommen werden.

Schnell merkten wir, wie schwer es war, ein kindgerechtes, datenschutzkonformes System zu finden, in dem bereits Grundschülerinnen und Grundschüler zwar eigenständig multimediale Beiträge verfassen, diese aber erst nach Abstimmung in einer online-Schulzeitung veröffentlichen können. Also entwickelten wir in ständigem Abgleich mit unseren ersten AG-Kindern selbst eine Lösung: digi.reporter – ein Lernkosmos für digitale Beitragsarbeit, der Medienbildung, digitale Teilhabe und verantwortungsvollen Umgang mit Online-Inhalten vereint.

Die AG-Arbeit zeigte uns, wie wichtig gerade in der Grundschule das „Machen“ ist: Selbstbestimmt mit einem eigenen LOGIN in einem geschützten Raum ausprobieren zu können, wie multimediale Kommunikation funktioniert, welche Vor- und Nachteile sie hat und was es alles vor einer Veröffentlichung im World Wide Web zu beachten gilt, war der erste Begeisterungsfaktor in der Arbeit mit digi.reporter.

Gleichzeitig erlebten wir den Zauber, den die Aussicht auf Veröffentlichung eigener Beiträge im World Wide Web auslöste: Plötzlich wurde korrekte Rechtschreibung, Grammatik und Quellenprüfung kein „Müssen“ mehr, sondern ein brennendes „Wollen“ – denn niemand will sich vor der Welt blamieren. Und der Glanz in den stolzen Kinderaugen, wenn der eigene Beitrag online ist, zeigt die Wirkung der Arbeit mit digi.reporter: Wertschätzung und Sichtbarkeit des eigenen, kreativen Handelns.

Heute arbeiten wir mit der Werkstatt für digitale Bildung & Kommunikation gUG engagiert daran, Kindern Wertschätzung zu zeigen und sie selbstbestimmt und persönlichkeitsstark zu machen für eine demokratische Kultur der Digitalität – mit Freude am Recherchieren, Kommunizieren und Teilhaben in einer zunehmend vernetzten Welt.

(Dr. Nina Blankenberg)

Unsere Mission

digi.reporter ermöglicht Schülerinnen und Schülern ab der Grundschule selbstbestimmtes, demokratisches Medienhandeln und soziale Teilhabe.

Als gestärkte Persönlichkeiten sind sie damit fit für fundierte digitale Kommunikation im www. und prägen eine demokratische Kultur der Digitalität.

Unser Traum

„Verbunden werden auch die Schwachen mächtig.“ (Friedrich Schiller)

Wir träumen von einer digi.reporter Community, in der sich Schülerredaktionen untereinander stärken und beflügeln. Geht einer Redaktion inhaltlich oder inspirativ einmal die Puste aus, steht die Community zur Seite. Damit auch die etwas weniger schreibstarken Schulen mitmachen können und wollen!​

Wer wir sind

Hinter digi.reporter steht die gemeinnützige „Werkstatt für digitale Bildung & Kommunikation gUG (haftungsbeschränkt)“ mit ihrem Gründerteam Dr. Nina Blankenberg (Produktentwicklung, Marketing & Vertrieb) und Thomas Eichstädt-Engelen (IT- & Software-Entwicklung ) sowie Katrin Überall (Produktentwicklung, Kundensupport & Finanzen).​

Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren weitere innovative Lösungen im Bereich der digitalen Bildung & Kommunikation zu entwickeln und die Schullandschaft damit auf ihrem Weg in die Digitalisierung zu unterstützen.